Johanna steigt in den Kindergarten ein

Lilypie Fourth Birthday tickers

Donnerstag, 30. August 2007

Das Robben beginnt unerwartet

Während eines Telefonats gestikulierte meine Frau energisch und wies mich auf die Bewegungen von Johanna hin. Nein, dass konnte doch nicht sein ?
Bis vor 4 Wochen hatte ich sie immer wieder über das Sofa gezogen, die Zielbewegungen nachbewegt, dann in Startposition gebracht und gewartet, motiviert, nett angesprochen, ...geschoben, ...gezogen, ...geknetet. Nein es brachte nichts ! Ich habe dann aufgegeben., keine Lust mehr, wozu auch. Bezüglich der Krankengymnastik habe ich auch keine Erwartungen mehr, ein kausaler Zusammenhang zwischen Übungen und Fortschritt kann ich auch dort nicht sehen, die lästigen Termine bleiben aber, müssen verwaltet werden und werden dann auch einfach im stressigen Tagesablauf mal übersehen. Und nun ?
Der Groschen scheint gefallen zu sein, ohne Zutun, ohne Verdienst, ohne Motivation. Johanna mag nun mal Papier das raschelt, das wars. Wenn man sich den Film hier anschaut, versteht man wohl nicht die beschriebene Stimmung. Johanna hat uns heute einfach überraschend glücklich gemacht.

Neue Frühförderung

Die Ferien sind vorbei, und wir bekommen wieder die Frühförderung. Gestern haben wir uns kennengelernt. Johanna hat gern gezeigt, was sie kann, und die schönen neuen Spielsachen waren auch toll! Ich bin gefragt worden, woran wir jetzt in der Krankengymnastik intensiver arbeiten. Na, das Krabbeln und die Bauchmuskeln.
Ich habe versucht, Johannas Beinchen in die "Krabbelposition" zu bringen. Statt die Beine schön unter den Bauch zu ziehen, streckte sie sich plötzlich - und siehe mal da, was sie alles schon kann! Machen wir einen Schubkarrenlauf?Ein Bravo-Klatschen bekam sie sofort.
Das Krabbeln müssen wir trotzdem weiter üben, auch wenn die Bewegungen noch nicht so geschickt sind...

Früh übt sich

Die Zähne lassen auf sich warten.

Die Jäger auf die Adressen für die Werbung haben unsere Adresse schon längst weiterverkauft. Und so kommen kleine Werbegeschenke ins Haus, die zeitlich auf die Regelkinder abgestimmt sind. Also liegt seit einigen Wochen eine hübsche Zahnbürste, die wir leider noch nicht einsetzen können. Oder doch? Mindestens dafür, dass Johanna ein Gefühl für die Bürste im Mund bekommt und später vielleicht gelassen sich die Zähne putzen lässt. Die Kleine war begeistert! Was für ein tolles Ding! Und da alles sowieso im Mund landet, war auch hier der Fall! Na, wann kommen denn endlich die Zähne?

Dienstag, 28. August 2007

Mittelmeer und Klein-Johanna darin

In diesem Sommer war das Wetter an der spanischen Ostküste ungewöhnlich wechselhaft. Wir hatten kühle regnerische Tage und nachts brauchte man durchaus eine dickere Decke.

Da die Kleine ein grundsätzliches Vertrauen in die Güte dieser Welt in sich trägt, war sie einfach nur glücklich, als Papa sie ins Wasser mitnahm, auch wenn es schon ziemlich frisch wurde.

Die erste Reaktion war doch eher skeptisch. Nach und nach hatte sie mehr Spaß in den Wellen, die Tropfen schmeckten sogar... Bis dann eine größere Welle kam... Nach dem Baden im Meer steckte sie immer wieder die Hände in den Mund - was für ein Geschmack!..

Na ja, in den Mund steckt sie ja sowieso alles. Da der Papa auch im Urlaub arbeitet, begrüsst uns der Besitzer des Internetcafes schon lange als Stammkunden: wir warten dort, bis die unzähligen mails Papas Notebook überfluten und für neue Arbeit sorgen.
Was macht man so mit einem Baby in einem Internetcafe? Viel kann mir nicht einfallen, aber Papas Koffer kann man gut ausräumen. Na, was gibt es da für tolle Dinge!.. Ob sie nur schmeckem?
Morgen möchte ich von einem besonderen Städtchen Spaniens berichten - es heiß Altea und in der Altstadt gibt es etwas wie Monmartre, nur kleiner...

Wieder zu Hause!

Die Versuchung der Billigflüge ist groß. Man kann nicht widerstehen… Für 0 € brachte uns die Linie Ryanair nach Spanien, für etwas mehr Geld brachte sie uns zurück. Diesmal landeten wir in Murcia, einer alten spanischen Stadt, die wir für uns entdecken wollten. Schon die Landung war ein Erlebnis: die Landebahn verläuft dem Strand entlang, die ruhige Bucht des Mar Menor haben wir von oben anschauen können. Auch diesen Flug hat Johanna gut überstanden, sie akzeptierte die engen Abstände zwischen den Reihen und den lauten und engen Toilettenraum und zeigte, dass sie wohl weiß, wozu dieser Raum gut ist.
Unbeeindruckt von den Menschenmengen im Flughafen lag sie in ihrem schon ziemlich verramponierten Kinderwagen und wartete geduldig auf uns. Unser Hotel in Murcia war ein altes Gebäude mit kleinen Zimmern und kleinen Betten darin. Alles war für Johanna sehr interessant, auch ein ziemlich gefährlicher Wasserhahn, wenn man an der falschen (heißen) Seite dreht… Den noch kühlen Morgen und das schöne Frühstück haben wir alle sehr genossen. Da wir dort keinen Hochstuhl hatten, durfte die Kleine mal im „richtigen“ Stuhl einen Moment sitzen, leider nur buchstäblich einen Moment. Danach musste die Schwester ein wenig helfen. Was aus gutem Vorhaben so wird…

Irgendwie hatten wir das Gefühl, dass wir dort die Einzigen waren, die gefrühstückt haben… Die anderen tranken ein Glas Saft oder nahmen sich schnell einen Kaffee und gingen. Fast ein schlechtes Gewissen bekamen wir, wenn wie noch und noch einmal zum schlichten Buffet gingen… Trotzdem ließen wir uns den Spaß nicht nehmen und aßen das Buffet ziemlich leer...

Den Vormittag verbrachten wir in der Altstadt. Hier sind einige Fotos.

Beim Taubenfüttern hatten alle ihren Spaß - oder Angst? Am Nachmittag sind wir zu unserem Ziel gefahren, und zwar zu diesem Felsen (hier ist das Bild, das im letzten Post fehlte). Ist der Blick nicht atemberaubend? Im nächsten Post erzähle ich von Johannas Erfahrung mit dem Wasser im Mittelmeer - wesentlich kühler, als im Persischen Golf.

Freitag, 17. August 2007

Für eine Woche weg!

Nachdem ich mit dem Blog anfing, habe ich nun hier einige Gäste, bei denen ich mich an dieser Stelle für die Anteilnahme bedanke, bevor ich mich für eine Woche verabschiede.
Wenn ich übermorgen aufstehe, sehe ich eine wunderschöne Landschaft, die uns für die ganzen Reisestrapazen belohnt. Davon habe ich noch keine Fotos, die ich ohne Weiteres schnell laden kann, aber ich versprechen, sie folgen. Ob die unteren funktionieren, weiß ich nicht, hoffe aber. Bis in einer Woche!

Dienstag, 14. August 2007

Umweltfreundlich und Unser Urlaub hatten wenig gemeinsam, außer vielleicht U am Anfang...

In diesem Jahr gab es nur digitale Bilder, also wird wohl kein Urlaubsalbum geben… Außer hier, wenn ich die Erinnerungen festhalten möchte.

Unsere Tochter hat schon mehrmals gesagt, sie möchte wieder zurück nach Dubai. Wir auch. Die Zeit war schön und sehr intensiv.

In diesem Jahr schauen wir irgendwie aufmerksamer auf die Umweltproblematik. Klar, eine solche Reise mit dem Flugzeug war schon nicht OHNE, und es ist uns bewusst gewesen, dass wir hier auch Einiges verpesten. Von den Gasfackel auf den Ölfeldern und unendlichen klimatisierten Straßen der Einkaufsmeilen habe ich schon berichtet.

Na ja, jetzt zum Hotel.

Die Hotelanlage war so neu, dass man sich nur fragte, wie es hier vor einem Jahr aussah…

Die künstliche Bucht, die für das Hotel „erschaffen wurde“ (so im Reiseführer), bietet einen tollen Blick - jedes Schlafzimmer in der Anlage hat Fenster in diese Richtung: Die Häuser bilden einen Bogen, genau wie die Bucht, in jedem Haus sind 4 Appartements,

(unsere Terrasse ist unten rechts), die Einrichtung ist neu, schön und teuer. Es passte einfach alles. Das Kärtchen auf dem Bett erinnerte uns, dass wir jederzeit neue Bettwäsche bekommen, wir möchten nur wünschen... Die Versuchung war groß, daraus kein Gebrauch zu machen. Haben wir aber nicht gemacht.

In jedem Zimmer gab es einen Plasmafernseher von überzeugender Größe, und so nett in die Möbel eingebaut, dass sie nicht dominierten. Als Wandschmuck hatten unsere Augen diese Kunstwerke der Juwelierkunst zu bewundern.

Im Pool garantiert man stabile und erfrischende 28 Grad: das Wasser wird permanent gekühlt.

Zum Vergleich: Wasser im Meer (in der Bucht) ist zurzeit wärmer, als mein gewöhnliches Badewasser.

Aus diesem Stapel sollte man sich die Tücher nehmen, wenn man am Pool liegt,

und danach in den daneben stehenden Riesenkorb schmeißen. Nein, das konnte ich gar nicht tun, umweltunfreundlicher geht nicht. Gehört aber zum Service.

Es gibt zwei Pools unter einem überspannten Dach, dort garantiert man keinen Sonnenbrand.

Das festungsartige Gebäude auf dem Bild ist das Restaurant der Hotelanlage, kühle Luft, 25 Grad kühler, als draußen, strömt aus allen Ecken, und eine Küchen- und Servicearmee ist bereit, ihr Bestes zu geben. Alle Gastarbeiter - aus Philippinen, Indien, Pakistan und einigen arabischen Ländern.

Die Palmen werden bewässert, sie sind noch nicht „ausgepackt“, sie müssen erst Wurzel schlagen, die Beete werden tropfenweise bewässert.

Das Baden im Golf am Sonnenuntergang wird lange in Erinnerung bleiben.

Über eine "Einkaufs-Weltkarte" möchte ich noch berichten. Bis dann!

Montag, 13. August 2007

Das höchste Gebäude der Welt

Der jetzige Scheich der Emiraten wird als ein weiser und vor Allem zukunftsorientierter Mensch angesehen. Er würde verstehen, dass das Öl nicht immer den Wohlstand des Landes garantieren kann. Die große Wirtschaft muss her. Die Steuern werden fleißig gezahlt, zu 0 %.

Wer will ein solches Angebot ablehnen? Mehrere Firmen bauen dort ihre Filialen auf und nutzen die steuerlichen Vorteile. In Dubai wächst jetzt eine Riesen-Wirtschaftsmetropole, Dutzende von Wolkenkratzern werden gleichzeitig gebaut, das höchste Gebäude der Welt, das ursprünglich in Sydney errichtet werden sollte, wächst nun auch in Dubai, auf einer künstlichen Insel. In den Tagen unseres Urlaubs ist das Gebäude um entscheidende wenige Meter gewachsen und schlug damit die Rekorde der erreichten Höhe. Es ist aber nicht zu Ende! Bei Google habe ich eben nachgeschaut, es ist unglaublich, was die Architekten noch planen… Eine kleine Stadt kann dort unterkommen. Den Namen haben sie schon, nach dem Burj al Arab kommt nun der Burj Dubai…

Und wer baut das Ganze? Die Kräne sieht man vom Weiten. Die Abertausende Arbeiter, alle Gastarbeiter, sieht man nicht. Wenn man aber die Stadtrundfahrt nicht mit einem komfortablen Reisebus unternimmt, sondern mit einem Stadtbus, merkt man, dass diese Gastarbeiter das Straßenbild bestimmter Bezirke prägen. Die unzähligen Wohnhäuser der Gastarbeiter sind nicht besonders gemütlich… Und die Schlafplätze (die Etagenbetten also), haben wir von unserem Fahrer gehört, werden dort stundenweise vermietet, nach der Zahl der Tagesschichten… Für umgerechnet 100 - 120 € im Monat bauen sie dort die wirtschaftliche Sicherheit der Emiraten von morgen. Oft müssen sie ihre Pässe abgeben und geraten in absolute Abhängigkeit (so unserer gesprächiger Fahrer).

Die Ölfelder sind noch groß, die Vorräte reichen lange. Aus dem Flugzeug, von 10 km Höhe, haben wir einige Riesenfackel gesehen - wer braucht schon diesen Gas… Die Tankstellen sind dann ein Traum eines jeden Autofahrers: 5 VAE-Dirham sind 1 €, und 1,20 Dirham kostet 1 Liter Benzin.

9 Monate - eine kleine Reflektion

Wie schlimm steht es eigentlich um mich, wenn ich von außen betrachtet werde?

Zwei Begegnungen der letzten Tage bringen mich zum Nachdenken…

Vorgestern trafen wir eine alte Erzieherin aus dem Kindergarten unserer 9-jährigen Tochter. Wir saßen gerade am Tisch und freuten uns auf ein Frühstück „nicht zu Hause“. Unsere Situation war ihr offensichtlich bekannt, und sie fing damit an, dass sie sagte, sie sehe ein solches Kind in Zukunft als einen fröhlichen, zufriedenen und dankbarsten Menschen, den es gibt, und fände es traurig, dass die Umwelt auf diese Kinder so negativ reagiere… Von ihr und von ihrer kleinen Gruppe am Nachbartisch sind wir mehrmals an diesem Morgen freundlich angeschaut und angelächelt worden…

Und noch eine Begegnung, ausgerechnet heute… Vor genau 9 Monaten, auch am Montag, am 13. November 2006, um die gleiche Uhrzeit, wenn man die Winterzeit anrechnet, verließen wir die Praxis meines Frauenarztes, der mich in der Schwangerschaft betreut hatte. Die Geburt war im Gange, es blieben nur wenige Stunden... Wir haben ihn auf seine Anfrage nach der Geburt eingeladen, bei uns vorbeizukommen… Wir wohnen 200 m voneinander… Nachbarn fast... Bis heute ist es nicht passiert. Mit Johanna im Kinderwagen, ging ich aus der Apotheke, wo ich die Kleine wiegen ließ, und freute mich über ihr gutes Gewicht und nette Begrüßung der Apothekerin. Ich und Herr Doktor standen uns plötzlich gegenüber – uns trennte nur die leere, 5 m breite Strasse… Keine Autos, keine anderen Fußgänger… Wir haben uns genau 9 Monate und wenige Minuten nicht gesehen… Nein, er hat es nicht geschafft, über die Strasse zu gehen, in den Kinderwagen zu schauen, die Kleine zu begrüßen… Er ging in sein Haus… Muss er auch nicht… Wie schlimm steht es eigentlich um mich?..


Aber jetzt zu der Kleinen… Am heutigen Montag ist Johanna nun 9 Monate.

Die Entwicklungsschritte und ihre Daten sind für mich von großer Bedeutung, man beobachtet genauer und freut sich, wenn das Wachstum einigermaßen stabil verläuft.

Mit ihren 9 Monaten ist sie ca. 72 cm lang, 8,57 kg schwer und hat einen Kopfumfang von 42,5 cm. Damit liegt sie noch in den Kurven für die Entwicklung der Regelkinder.

An vielen Parametern müssen wir noch arbeiten: das Robben, das Krabbeln, das Sitzen etc. liegen in einer fernen Zukunft.

Wir finden sie immer wieder in verschiedenen Ecken der Räume, sie rollt sich irgendwie hin, wenn sie etwas erreichen möchte. Mit dem „Sprechen“ ist sie auch ein wenig weiter, pa-pa-pa, ba-ba-ba und ma-ma-ma hören wir von ihr mit verschiedenen Intonationen ausgesprochen.

Sie bewegt sich viel, auch im Schlaf muss ich immer aufpassen, dass sie gut liegt. Sie dreht sich oft auf den Bauch, aber auch ganz quer im Bett oder gar eingeklemmt habe ich sie schon mehrmals „erwischt“.

Heute gibt es festliches Essen: einen „richtigen“ Kartoffelbrei, dazu als Dessert Pflaumenmus aus frischen Pflaumen.

Leider haben wir heute unsere erste Beule - alle Möbelstücke haben ihre kleinen und großen Ecken, auch wenn man sie von unten betrachtet...